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Mittwoch, 23. November 2011

Menschen: Mode und Magerheit

Ich sehe die dünnen Models auf den Laufstegen nicht als das größte Problem, vieler dieser Frauen sind einfach zierlich gebaut, natürlich ist es nicht richtig, wenn Frauen dort laufen, denen man etwas krankhaftes schon ansieht, dennoch denke ich auch nicht, dass die sogenannten kurvigen Frauen als neues Zwangsideal aufgestellten werden sollten. Die in den meisten Fällen so aussehen:

Da das Aussehen ja nunmal absolut figurabhängig ist, so kann man nicht sagen, wenn eine Frau wenig isst wird sie zum Knochengerüst und wenn sie gut isst bekommt sie große Brüste und einen wohlgeformten, runden Hinter.
Bei der Entstehung von Magersucht geht es bei tatsächlich kranken Mädchen meist nicht darum denn Maßen eines Models zu entsprechen, denn sonst würden diese Mädchen bei besagter noch absolut überlebbarer Gewichtsklasse aufhören können oder es wenigstens versuchen.

Ich denke generell geht es meist eher um Projektion, so ist ein Mensch durch bestimmte unangenehme Erlebnisse einfach nicht mehr selbstbewusst genug, so kann man Magersucht in bestimmten Hinsichten mit Selbstverletzung vergleichen, wobei der Hunger den Betroffenen ein Gefühl von Leben gibt, sie sich selbst jedoch auch kontrollieren können, Kontrolle ist zum Beispiel für jene Menschen sehr wichtig die in Situationen waren, in denen sie die Kontrolle über sich selbst verloren haben, sowie z.b. Missbrauchsopfer.
Jedoch kann man daraus erkennen, dass Magersucht in ersterlinie weniger mit dem Schönheitsideal der Dünnheit zu tun hat, dieses dünn sein ist eher ein Ventil für andere Problematiken, mit denen der magersüchtige Mensch kämpft.


 Generell kann man sagen, dass so auch das aufstellen von Idealen wie eine Frau muss kurvig sein schlussendlich dazu führt, dass Frauen die nunmal wenig Brust haben sich minderwertig fühlen und z.b. in operier Wahn verfallen, was sicher auch eine Form von Selbstverletzung und einem falschen Verhältnis zum Körper ist.
Das Außere stellt in manchen Fällen nunmal die Situation des Inneren da und schlussendlich wird das Innere nicht nur durch Schönheitsideale wie dünn oder kurvig gelenkt, sonder dadurch was es erlebt hat und wie es behandelt wird, so wundert es mich auch nicht, dass besonders Frauen und junge Mädchen häufig von Magersucht betroffen sind, da Kinder, Jugendliche und Frauen in unserer Gesellschaft leider immernoch unemanzipierter sind und somit häufiger in Situation der Entziehung der Selbstbestimmtheit kommen.
Man muss jedoch bei dieser Betrachtung der Mode auch ihren künstlerischen sowie ästhetischen Anspruch nicht nehmen und wenn ein Designer seine Mode nunmal lieber an schlanken Menschen sehen möchte, ist das in Ordnung so lange, dadurch diese schlanken Menschen nicht dazu geführt werden krank zu werden oder zu machen

Denn am Ende gesehen ist Magersucht eine Krankheit unserer Gesellschaft die dazu führt, dass man im Allgemeinen unser Menschenbild und die Ausprägung unsere Selbstbestimmtheit überdenken muss.

(Der Text ist natürlich selbst geschrieben, wer in "faken" will, soll das bitte tun, ich bin ja nicht geistiggeizig)

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